TSCHERNIHIW Morgenvideomaterial aus den heutigen Straßen Knjaschaja, Chlibopekarska mit dem Haus von Ostapenko, das zur Prosvita Tschernihiw gehörte, sowie aus den Straßen Magistratska und Kotsiubynskoho. Dieses Video wurde bisher noch nicht veröffentlicht... Der Ton im Bild kommt von einem tragbaren Radio, das ich immer bei mir hatte...
Ein Gespräch mit Andriy Titok auf Radio Tschernihiw über die Dokumention und die Verhältnisse in Tschernihiw während und nach der russichen Belagerung.
Wie hat Tschernihiw Widerstand geleistet?
Mit deutschen Untertiteln (bei youtube ->Einstellungsrädchen -> Untertitel)
Ein Film auf ARTE: Ukraine: Kultureller Widerstand im Krieg - Tschernihiw
Film auf Tagesschau vom 11. 4. 2022: Krieg gegen die Ukraine: Reportage über die Stadt Tschernihiw nach Angriff der russischen Truppen
Deutsche Welle 7. 5. 2022 Tschernihiw: Belagerung überstanden
In Korjukiwka gibt es T-Shirts mit dem Aufdruck "Korjukiwka, wo Panzer rückwärts fahren", die auch an Gäste verschenkt werden.
Zu Beginn der Vollinvasion Russlands in die Ukraine ist die russische Armee von Belaruss aus, welches direkt an den Oblast Tschernihiw grenzt, in die Ukraine eingedrungen. Ende Februar und Anfang März 2024 stellten sich Polizisten und Zivilisten den vorrückenden Panzern in den Weg und brachten damit den Vormarsch der russischen Truppen teilweise zum Stillstand. In Korjukivka haben Bürger vor Panzer, die in die Stadt eindringen wollten, zu Fuss auf die Straße gestellt und auf die russischen Soldaten eingeredet. Am 27. 2. 2024 stoppten Polizei und zivilgesellschaftliche Aktivisten in Korjukiwka / Korjukivka eine Kolonne russischer Panzer, ohne einen einzigen Schuss abzugeben.
Videos belegen die Ereignisse.
Unterschrift unter dem Video: Helden aus Kryukivka. Unbewaffnete Ukrainer stoppen russische Panzer und bringen sie dazu, auf der Straße zu wenden.In der Stadt Koryukivka in der Region Tschernihiw gingen die Bürger auf die Straße und hinderten russische Panzer daran, durch die Stadt zu fahren. Die Einwohner von Koryukivka bewiesen Mut und Heldentum. Sie gingen unbewaffnet auf die Straße und hielten die Panzer der Besatzer auf. Das russische Militär weigerte sich, mit den Einheimischen zu sprechen.
„Die Panzer fahren im Rückwärtsgang. Die Korjukiw-Gemeinde hat sie nicht in die Stadt Korjukiw gelassen“, sagt ein Teilnehmer des Videos.
Unterschrift zu dem Video auf facebook: Polizei und Aktivisten der Zivilgesellschaft stoppten einen Konvoi russischer Panzer, ohne einen Schuss abzugeben Vereint und stark! In Krjukiwtsi, Region Tschernihiw, gingen Polizisten gemeinsam mit Zivilisten auf die Straße, um russische Panzer aufzuhalten. Unsere Polizisten sorgen nicht nur für Recht und Ordnung auf den Straßen, sondern sind auch bereit, den Feind an der Durchfahrt zu hindern. Polizeibeamte stellten sich Seite an Seite mit Anwohnern gegen einen Panzerkonvoi und riskierten dabei ihr eigenes Leben, damit die russischen Fahrzeuge in ihre Heimat Russland zurückkehren konnten. Wir versuchen, die Besatzer nicht nur mit schweren Waffen, sondern auch mit Worten aufzuhalten. Wenn sie uns nicht hören, müssen wir ihnen den Schmerz leider auf grausame Art und Weise erklären. Dies ist unser Land! Für die Ukraine zum Sieg!
Aus der Kleinstadt Bachmatsch in der Region Tschernihiw im Norden der Ukraine gibt es ebenfalls Bilder die zeigen, wie Einzelpersonen versuchen, sich russischen Militärfahrzeugen und Kriegsgerät entgegenzustellen. Bachmatsch ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, durch den Ort verläuft etwa die Verbindung zwischen der ukrainischen Hauptstadt Kiew und Kursk im Westen Russlands. Auf einem Video aus Bachmatsch ist ein Mann zu sehen, der auf die Kolonne zugeht und vorne auf einen der Panzer klettert. Dieser fährt zunächst los und stoppt erst, als der Mann sich in seinen Weg stellt. Allerdings setzt er die Fahrt in dem Moment fort, als andere Menschen den Mann von der Straße zerren.
Der Krieg prägt das Leben der Menschen in der Region Tschernihiw.
Und doch gibt es eine Normalität im Krieg.
Die öffentlichen Institutionen müssen funktionieren, die Wirtschaft muss funktionieren, die Schulen müssen funktionieren, das Gesundheitssystem muss funktionieren. So gut es geht. Trotz der vielen Zerstörungen, trotz der vielen Helden, die gefallen sind, trotz der vielen Menschen, die geflohen sind.
Gedenktafeln in Nishyn.
Der Krieg ist überall sichtbar. Auch dort, wo keine zerstörten Gebäude zu sehen sind. So viele tote Ukrainerinnen und Ukrainer in allen Regionen des Landes. Die Menschen trauern um ihre Familienangehörigen, ihre Kollegen und Kolleginnen, ihre Freundinnen und Freunde.
Gedenktafeln für gefallene Schüler des 3. Gymnasiums von Nishym.
"Desna Polihraph Publishing House" LLC 2024 Quelle
Diese Veröffentlichung ist eine Art Chronik des "Kriegsalltags" in Tschernihiw und den Dörfern der Region Tschernihiw im Februar-April 2022. Wir glauben, dass sie trotz ihres "routinemäßigen" Charakters schließlich ihren Weg in professionelle militärische Analysen sowie in Untersuchungen und Prozesse über Kriegsverbrechen der russischen Invasoren finden wird.
Die Feindseligkeiten in der Region Tschernihiw begannen am 24. Februar 2022. Konvois russischer Fahrzeuge, die aus dem Nordosten kamen, passierten in Wellen den Zollkontrollpunkt Senkivka. In dieser Siedlung treffen die Grenzen von drei Staaten (Ukraine, Russland und Belarus) aufeinander. Im Jahr 1975 wurde hier ein Denkmal mit dem aussagekräftigen Namen "Drei Schwestern" (oder "Völkerfreundschaft") errichtet. Eine andere Bewegungsrichtung der russischen Truppen in die Region Tschernihiw war von Osten her - aus der Region Sumy - ebenfalls in Richtung Kiew. Ziel der russischen Truppen war es, die nördlichen und nordöstlichen Außenbezirke von Kiew in kürzester Zeit zu erreichen. Aufgrund ihrer geografischen Lage nahe der russischen Grenze gehörten die Stadt Tschernihiw und eine Reihe von Siedlungen in der Region zu den ersten ukrainischen Gebieten, die durch russische Kriegsverbrechen "verbrannt" wurden. Während ihres Aufenthalts in der Region Tschernihiw blockierten die russischen Streitkräfte einige Dörfer (wie auch Tschernihiw) und besetzten andere. Alle Dörfer wurden gnadenlos beschossen und bombardiert. Zivilisten wurden getötet, Dörfer zerstört und Bildungseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen und Kulturdenkmäler in Brand gesetzt. Die Region Tschernihiw wurde am 3. April 2022 offiziell befreit. Im Mai 2024 stehen jedoch viele der Siedlungen noch immer unter ständigem Luft-, Raketen- und Artilleriebeschuss....